FAQs
Hier finden Sie Antworten auf häufig im Zusammenhang mit Pitches, Pitchberatern und öffentlichen Ausschreibungen gestellte Fragen. Womit wir bereits bei der ersten Frage wären:
Wir lieben diesen Begriff, der sich irgendwie eingebürgert hat, gar nicht, weil er viel zu kurz springt und auch sehr unterschiedlich verstanden wird: Geht es nur um Pitches im Sinne von Wettbewerbspräsentationen? Oder ist der ganze Auswahlprozess gemeint? Geht es nur um Auswahlprozesse? Berät man vielleicht Agenturen in Pitches? Fragen über Fragen ...
Wir akzeptieren den Begriff aber dennoch, weil er dabei hilft, uns zu finden.
Eine Bemerkung am Rande: Unter einem Pitch verstehen wir einen ganzen, wie auch immer gearteten, Auswahl-Prozess. Eine Wettbewerbspräsentation heißt bei uns, was sie ist: Wettbewerbspräsentation.
- Nicht mehr als 3 Agenturen
- Klares Briefing/klare Aufgabenstellung
- Eindeutige Definition des Scope of Work
- Ausreichend Zeit (findet neben dem Tagesgeschäft statt!)
- Idealerweise Mehrstufigkeit: Briefing, Re-Briefing, Strategie-Schulterblick, Kreativ-Schulterblick, Präsentation, ggf. Management-Summary
- Immer Zeit für Fragen haben
- Respekt
- Keine Wettbewerbspräsentation ohne Präsentationshonorar als „Aufwandentschädigung“
- Einheitliche Teilnehmer auf Kundenseite
- Parallel: Vertrag und Vergütung klären, Dealbreaker vermeiden
Eine Wettbewerbspräsentation (im Sinne einer klassischen Pitch-Definition) sollte grundsätzlich einem bewährten Prozess und Verhaltensregeln folgen, bietet Unternehmen jedoch eine ganze Reihe von „Gelegenheiten", Fehler zu machen.
Weniger ist mehr
Das Teilnehmerfeld sollte so klein und konzentriert wie möglich sein. Unsere Erfahrung zeigt, dass mehr als 3 Teilnehmer wenig sinnvoll sind. Wichtig ist dabei eine sehr gute Vorauswahl, die in der Regel ohne eingeschalteten Pitchberater schwierig ist. Bei mehr Teilnehmern wird man sich häufig den Vorwurf der fehlenden Ernsthaftigkeit gefallen lassen müssen (handelt es sich womöglich nur um ein Einsammeln von Ideen?). Zudem werden viele Agenturen Zweifel an ihren Erfolgsaussichten haben und von einer Teilnahme absehen. Man muss an dieser Stelle berücksichtigen, dass die Agenturen im Falle einer Teilnahme ein riesiges zusätzliches Arbeitspensum erwartet, welches neben dem Tagesgeschäft bewältigt werden muss. Schließlich soll ja auch kein externes Pitch-Team die Arbeit übernehmen.
Kein Pitch ohne Honorar
Eng damit im Zusammenhang steht die Bezahlung eines angemessenen Pitch-Honorars. Angemessen insofern, als es sich der Größe und dem Umfang der Aufgabe anpassen sollte. Hier sind Beträge zwischen 5.000 und 20.000 Euro durchaus im Rahmen. Selbstverständlich decken auch die höheren Honorare in keiner Weise die den Werbeagenturen entstehenden Kosten, sie sind eher ein „Schmerzensgeld“ und decken meist nur Reisekosten und ein paar technische Kosten. Viel wichtiger ist aber die Funktion des Honorars in Bezug auf die Wahrnehmung der Ernsthaftigkeit und der Partnerschaftlichkeit des Pitches.
Der Weg zum Erfolg: Mehrstufigkeit und Zeit
Eine erfolgversprechende Wettbewerbspräsentation sollte gut vorbereitet und idealerweise mehrstufig sein: Briefing, Re-Briefing, Schulterblicke (Strategie und Kreation), Endpräsentation, ggf. Management Summary. Und dafür muss man ausreichend Zeit und ein realistisches Timing einplanen. 6-8 Wochen sollten es auf jeden Fall sein. Agenturen in 2-3 Wochen durch einen Pitch zu prügeln, ist rausgeworfenes Geld.
Ein gutes Briefing, das keine Fragen offen lässt, ist die allerwichtigste Basis für den Erfolg eines Pitches. Auf die einzelnen Inhalte eines guten Briefings kann an dieser Stelle nicht eingegangen werden, es sind aber auch noch ein paar andere Punkte wichtig. Ein Briefing kann in der Regel nicht einfach an die Agentur geschickt werden. Dies sollte persönlich erfolgen, am besten im Rahmen eines Briefing-Workshops mit ausreichend Zeit. Und an diesem Briefing sollten alle maßgeblichen Stakeholder teilnehmen (im Zweifel auch ein Inhaber, Geschäftsführer oder Vorstand, damit diese dann nicht erst in der Endpräsentation ihre „Erwartungshaltung“ kundtun, was dramatische Folgen haben kann). Viele Kunden halten es für eine gute Idee, alle teilnehmenden Agenturen in einem gemeinsamen Workshop zu briefen. Das ist ehrlicherweise eine „Schnapsidee“, führt diese Vorgehensweise doch dazu, dass die Agenturen „dichtmachen“ und gar keine schlauen Fragen mehr stellen. Das macht keinen Sinn.
Den Werbeagenturen sollte dann die Gelegenheit für ein (mindestens telefonisches) Re-Briefing gegeben werden. Hier werden alle noch offenen Fragen und Lesarten geklärt, bevor sich die Agentur an die Arbeit macht. Anschließend sollte mindestens ein Schulterblick – idealerweise in den Räumen der Agentur – erfolgen. Hier können erste Ansätze bzw. verschiedene Routen abgeklopft und Richtungskorrekturen vorgenommen werden. Bewährt haben sich zwei Schulterblicke: zunächst die Strategie und dann die Kreation.
Gleiches Recht für alle
Für die Endpräsentation sollten klare Richtlinien und Spielregeln aufgestellt werden. So muss den Agenturen klipp und klar sein, was sie präsentieren müssen. An dieser Stelle muss eine Basis für eine gute Vergleichbarkeit geschaffen werden. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn im Abschluss eine Marktforschung geplant ist und dafür entsprechende einheitliche Unterlagen erforderlich sind. Die Kosten für diese Unterlagen sind den Agenturen zu erstatten bzw. im Pitch-Honorar zu berücksichtigen.
Individualität Raum geben
Apropos Vergleichbarkeit: Es ist aus unserer Erfahrung ein häufig gemachter Fehler, wenn im Laufe des Prozesses Nivellierungen zwischen den einzelnen Werbeagenturen vorgenommen werden. Wenn zum Beispiel eine Agentur ganz gezielt nach bestimmten Unterlagen des Unternehmens fragt, die sie recherchiert haben, dann ist es nicht sinnvoll, diese Unterlagen auch den anderen Agenturen zur Verfügung zu stellen. Gleiches gilt, wenn eine Agentur zum Beispiel nach der Möglichkeit einer Hospitation in einer Filiale oder Einrichtung des Kunden fragt. Dies dann proaktiv auch den anderen Agenturen zu ermöglichen, verzerrt nur den Wettbewerb, um den es ja eigentlich geht.
Dealbreaker vermeiden
Häufig wird es von den Kunden auch vergessen oder unterlassen, parallel zur Wettbewerbspräsentation das Thema Agentur-Vertrag zu klären. Es hat sich aus unserer Sicht sehr bewährt, den Agenturen zusammen mit dem Briefing auch einen Vertragsentwurf zu übergeben, verbunden mit der Bitte, diesem bis ein paar Tage vor der Endpräsentation zuzustimmen bzw. die wichtigsten Änderungswünsche anzugeben. So hat man zum Zeitpunkt der Agenturentscheidung Klarheit über die Art und Weise der Zusammenarbeit und vermeidet so nachträgliche „Dealbreaker“. Noch wichtiger ist aber, dass man nach der Agenturentscheidung mit einem „lieb gewonnenen“ neuen Partner nicht noch Vertragsverhandlungen anfangen muss (die hat man mit den Kostenverhandlungen ja schon mehr als genug).
Last, but not least
Häufig unterschätzt: Ein qualifiziertes, offenes, ehrliches und ausführliches Feedback an die unterlegenen Agenturen. Dieses in einem persönlichen Gespräch vorzunehmen, hat sich sehr bewährt und wird von den Agenturen außerordentlich geschätzt.
Mehr dazu: Agenturbriefing: Was ein gutes Briefing für eine Agenturauswahl leisten muss.Die Pitchberatung unterstützt bei der Definition der Anforderungen, der Agentursuche, der Zusammenstellung einer belastbaren Shortlist und der objektiven Bewertung der teilnehmenden Agenturen. Sie schafft vergleichbare Angebote, klare Bewertungskriterien und einen strukturierten, nachvollziehbaren Auswahlprozess. Auch Scope of Work, Agenturvertrag und Vergütung lassen sich frühzeitig einbeziehen. Das reduziert spätere Konflikte und verbessert die Grundlage für die Auswahl des passenden Agenturpartners.
Lesen Sie auch unseren Fachartikel Agenturauswahl: Wann lohnt sich eine Pitchberatung?
- Garantierte, adäquate Honorierung des Pitchs/der Wettbewerbspräsentation analog zur Aufgabe
- Sicherheit der „Ernsthaftigkeit“ des Auswahlprozesses (Stichwort: „Fake-Pitch“)
- Transparenter Prozess (keine „Blackbox“)
- Klare Aufgabenbeschreibung- Agenturgerechtes, vollständiges Briefing
- Objektivität im gesamten Prozess
- Ausführliches, konstruktives Feedback
Natürlich schalten uns Kunden ein, weil sie noch überhaupt keine Agentur (für einen bestimmten Kompetenzbereich) haben oder weil sie turnusmäßig ausschreiben müssen. In mehr als 80 % aller Fälle ist der Grund aber die Unzufriedenheit des Kunden mit seiner bestehenden Agentur. Das sind die Top-10 (Basis: ca. 100 Auswahl-Prozesse, die wir durchgeführt oder begleitet haben):
1. Mangelhaftes Prozess- und Projektmanagement (mangelndes Verständnis für die Prozesse sowie fehlende Tools zur Durchführung)
2. Nicht das versprochene oder ein ständig wechselndes Team (auch fehlende Kapazitäten und Verschleiß)
3. Fehlendes ganzheitliches digitales Verständnis
4. Schwache Strategie
5. Mangelhafte Beratungsqualität
6. Wenig bis gar keine Proaktivität
7. Kein Umgang auf Augenhöhe, mangelndes Kundenverständnis, kein Sparringspartner, Leadfunktion wird nicht ausgeübt
8. Schlechte inhaltliche und technische Qualität
9. Weiterentwicklung findet nicht statt (nur auf Kundenseite)
10. Mangelhafte oder fehlende Kollaborationsbereitschaft mit den anderen Agenturen des Kunden
- Kein klares und eindeutiges Leistungsprofil
- Keine Darstellung von 2-3 trennscharfen USPs (wofür muss man die Agentur zwingend „auf dem Zettel“ haben?)
- Unschlüssige Darstellung: Was sind Kunden? Was Referenzen? Was sind Erfahrungen (im Team)?
- Mangelhafte Case-Darstellung („Ein Case muss ein Case sein!“). Ein Case muss enthalten: Aufgabe/Herausforderung/Zielsetzung, Strategie, Idee, Lösung, Umsetzung/Kreation, Ergebnis (wenn möglich)
- Mangelhafte Team-Darstellung
- Schlechte Kontaktdaten
- Überholte Websites
- Nachlässiger Umgang mit Eigen-PR
- Es werden zu wenig Fragen gestellt
- Bezug zwischen dargestellten Cases/Referenzen und Team/Kernteam nicht nachvollziehbar (Sind die maßgeblichen Menschen noch in der Agentur?)
- Aufgabenverteilung in den Präsentationen zu einseitig (Pitch-Teams, oder nur GF präsentiert!)
- Diskrepanz zwischen Strategie und kreativer Umsetzung
- Häufig intransparente und schlecht nachvollziehbare Angebote
- Mangelhafte Darstellung von Prozessen
- Teilweise unrealistische Timings
- Unvollständige Unterlagen
„Challenge-Projekte“
Zusammen mit Ihnen entwickeln wir ein Briefing für ein reales und honoriertes Testprojekt, mit dem Sie eine oder mehrere Agenturen im tatsächlichen Tagesgeschäft über Wochen auf den Prüfstand stellen können – für Sie eine sehr verlässliche Entscheidungsgrundlage.
„Vertiefungs-Workshop“
Lernen Sie Ihre möglichen zukünftigen Agenturen in von uns organisierten, durchgeführten und moderierten Vertiefungs-Workshops noch besser kennen.
„Individuelle Lösungen“
Zum Beispiel Assessment-Check und Pitch-Garage: zwei weitere Formate für eine noch bessere qualitative Einschätzung von fachlichen Fähigkeiten der Agenturen, Art und Weise der Zusammenarbeit zwischen Agenturen und Kunden und – last, but not least – gegenseitiger Chemie.
Sir Francis Drake war Entdecker, Freibeuter und einer der ersten Weltumsegler. Als hervorragender Navigator gilt er bis heute als eine der herausragendsten Persönlichkeiten der Seefahrt.
Navigationskenntnisse sind auch gefragt, wenn man als werbungtreibendes Unternehmen im Meer der unzähligen Werbeagenturen und Kommunikations-dienstleister die richtigen finden will.
Hier kommt FRANCIS DRAKE als Ihr Navigator ins Spiel: Wir sind spezialisiert auf die Suche und die Identifikation des exakt zu Ihnen und Ihren Zielsetzungen und Herausforderungen passenden Agenturpartners.
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Die Ausschreibung einer Werbeagentur beginnt mit einer klaren Definition der benötigten Leistungen und Anforderungen. Darauf aufbauend werden Leistungsbeschreibung, Eignungskriterien, Zuschlagskriterien, Bewertungsmatrix, Vergütungsmodell und der konkrete Ablauf des Vergabeverfahrens entwickelt.
Bei größeren oder komplexeren Agenturausschreibungen bietet sich häufig ein Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb an. Dabei werden zunächst geeignete Agenturen anhand definierter Eignungskriterien ausgewählt. Die qualifizierten Agenturen geben anschließend ein Angebot ab und bearbeiten, wenn vorgesehen, eine Präsentations- oder Pitchaufgabe.
Entscheidend ist, vergaberechtliche Anforderungen mit kommunikationsfachlicher Kompetenz zu verbinden. Denn eine formal korrekte Ausschreibung führt noch nicht automatisch zur fachlich besten Agentur.
FRANCIS DRAKE Pitchberatung unterstützt Öffentliche Auftraggeber bei der kommunikationsfachlichen Vorbereitung und Durchführung solcher Agenturausschreibungen, von der Anforderungsermittlung über Leistungsbeschreibung und Agenturauswahl bis zu Vergütung, Verhandlung und Zuschlagsentscheidung.
Die Zuschlagskriterien einer Agenturausschreibung sollten Preis und qualitative Kriterien miteinander verbinden. Bei Marketing- und Kommunikationsleistungen ist die Qualität in der Regel von hoher Bedeutung. Geeignete qualitative Zuschlagskriterien sind zum Beispiel:
• strategische Qualität
• Qualität der kreativen Lösung
• Verständnis der Aufgabenstellung
• Beratungsqualität
• Qualifikation des vorgesehenen Kernteams
• Prozess- und Projektmanagement
• digitale und technologische Kompetenz
• Qualität der Zusammenarbeit
• Präsentation und Beantwortung definierter Fragestellungen
Alle Kriterien sollten zur konkreten Aufgabenstellung passen, eindeutig beschrieben, sinnvoll gewichtet und anhand einer transparenten Bewertungsmatrix beurteilt werden.
FRANCIS DRAKE Pitchberatung entwickelt für Öffentliche Agenturausschreibungen individuelle Zuschlagskriterien sowie die dazugehörigen Gewichtungs- und Bewertungsmodelle.
• Qualität und Nachhaltigkeit der kreativen Idee
• Passung zur Marke und Aufgabenstellung
• strategische Herleitung
• Relevanz für die definierten Zielgruppen
• Umsetzbarkeit
• kanalübergreifende Nutzbarkeit
• Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb
Für jedes Kriterium sollte vor Beginn der Bewertung feststehen, was eine sehr gute, gute, durchschnittliche oder unzureichende Leistung auszeichnet.
So entsteht eine strukturierte und nachvollziehbare Bewertung kreativer Agenturleistungen.
Bei komplexen Marketing- und Kommunikationsleistungen sollte der Preis nicht isoliert betrachtet werden. Strategie, Kreation, Beratung, Teamqualität, Prozesse und Leistungsfähigkeit der Agentur haben erheblichen Einfluss auf die Qualität der späteren Zusammenarbeit.
Entscheidend ist deshalb ein Bewertungsmodell, das Qualität und Wirtschaftlichkeit sinnvoll miteinander verbindet.
Neben der Gewichtung ist die Methode der Preisbewertung wichtig. Das Preisblatt muss die Angebote vergleichbar machen und das erwartete Leistungs- und Vergütungsmodell realistisch abbilden.
• Ausgangssituation und Ziele
• Aufgaben und Leistungsumfang
• Marken, Produkte und Zielgruppen
• Kommunikationsdisziplinen und Kanäle
• strategische und kreative Anforderungen
• Beratungsleistungen
• operative Leistungen
• Rollen und Verantwortlichkeiten
• Prozesse und Zusammenarbeit
• Schnittstellen zu anderen Dienstleistern
• Reporting und Erfolgsmessung
• erwartete Vertragslaufzeit und Leistungsvolumina
Die Leistungsbeschreibung sollte präzise genug sein, um vergleichbare Angebote zu erhalten. Gleichzeitig sollte sie einer Agentur den notwendigen Spielraum für strategische, kreative und fachliche Lösungen lassen.
Der Öffentliche Auftraggeber definiert dafür vorab Eignungskriterien. Dazu können wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, relevante Referenzprojekte, Erfahrungen, Kompetenzen und Anforderungen an das vorgesehene Kernteam gehören.
Die eingehenden Teilnahmeanträge werden anhand dieser Kriterien geprüft und bewertet. Anschließend werden die qualifizierten beziehungsweise bestplatzierten Agenturen zur Abgabe eines Angebots aufgefordert.
Der Teilnahmewettbewerb reduziert damit ein größeres Bewerberfeld auf eine fachlich geeignete Gruppe von Agenturen für die nächste Verfahrensstufe.
FRANCIS DRAKE Pitchberatung unterstützt öffentliche Auftraggeber bei der Definition und Gewichtung der Eignungskriterien, der Bewertungsmatrix sowie der kommunikationsfachlichen Auswertung der Teilnahmeanträge.
Aus kommunikationsfachlicher Sicht hat sich bei vielen Agenturauswahlverfahren ein konzentriertes Teilnehmerfeld bewährt. Die konkrete Anzahl hängt jedoch von der Aufgabenstellung, dem gewählten Vergabeverfahren und den festgelegten Verfahrensbedingungen ab.
Wichtiger als eine möglichst hohe Teilnehmerzahl ist die Qualität der vorausgehenden Auswahl. Ein sauber strukturierter Teilnahmewettbewerb sorgt dafür, dass nur Agenturen in die finale Phase gelangen, die fachlich und organisatorisch zur Aufgabenstellung passen.
• Stunden- und Tagessätze
• Rollen und Senioritäten
• definierte Leistungspakete
• Projektpreise
• Stückkosten, Pauschalen oder Retainer
• Produktionskosten
• Fremdkosten und Aufschläge
• Media- oder Performance-Honorare
Die angebotenen Preise sollten anschließend nicht nur rechnerisch, sondern auch im Verhältnis zu Marktpreisen, Leistungsumfang und eingesetzten Ressourcen betrachtet werden. Dafür nutzen wir unsere Benchmarks aus mehr als 50 Jahren Branchenerfahrung.
FRANCIS DRAKE Pitchberatung unterstützt Öffentliche Auftraggeber bei der Entwicklung geeigneter Vergütungsmodelle, Preisblätter und beim Benchmarking von Agenturangeboten.
• strategische Mediaplanung
• Mediaeinkauf
• digitale und klassische Medien
• Performance Marketing
• Daten und Technologie
• AdTech und eingesetzte Systeme
• Reporting und Analytics
• Erfolgsmessung und KPIs
• Konditionen und Vergütungsmodell
• Transparenz bei Rabatten, Boni und sonstigen Vorteilen
• Rollen, Verantwortlichkeiten und Schnittstellen
Ein zentraler Punkt ist die wirtschaftliche Vergleichbarkeit. Unterschiedliche Honorarmodelle, Konditionen und Leistungsbestandteile können einen direkten Preisvergleich erschweren.
Deshalb sollten Leistungsbeschreibung, Preisblatt und Bewertungssystem bereits vor Beginn des Vergabeverfahrens aufeinander abgestimmt werden.
• strategischer Herleitung
• Kommunikationsstrategie
• kreativer Leitidee
• Kampagnenkonzeption
• Content-Strategie
• Social Media
• Media- oder Kanalstrategie
• Prozess- und Zusammenarbeitsmodellen
• konkreten Herausforderungen des Auftraggebers
Der Umfang sollte so gewählt werden, dass die fachlichen Unterschiede zwischen den Agenturen sichtbar werden, ohne bereits umfangreiche Leistungen der späteren Zusammenarbeit vorwegzunehmen.
Entscheidend ist außerdem, dass die Pitchaufgabe unmittelbar mit den festgelegten Zuschlagskriterien und der Bewertungsmatrix verbunden ist.
Eine gute Pitchaufgabe prüft deshalb nicht möglichst viele Fähigkeiten. Sie konzentriert sich auf die Kompetenzen, die für die spätere Agenturleistung tatsächlich relevant sind.
Die Beratung umfasst unter anderem Anforderungsermittlung, Leistungsbeschreibung, Markterkundung, Eignungs- und Zuschlagskriterien, Bewertungsmatrizen, Agenturbriefings, Preisblätter, Agenturvergütung, Angebotsbewertung, Wettbewerbspräsentationen, Verhandlungstermine und Unterstützung bei der Entscheidungsfindung.
FRANCIS DRAKE Pitchberatung hat in mehr als zehn Jahren über 200 Agenturauswahlprozesse und mehr als 70 Öffentliche Ausschreibungen begleitet.
FRANCIS DRAKE Pitchberatung erbringt keine Rechtsberatung. Vergaberechtliche Prüfungen und rechtliche Bewertungen erfolgen durch die zuständigen Vergaberechtsexperten.
Mehr dazu: Agenturbriefing: Was ein gutes Briefing für eine Agenturauswahl leisten muss.
Unternehmen sollten Agenturhonorare deshalb nicht allein anhand von Stunden- oder Tagessätzen vergleichen. Entscheidend sind vergleichbare Leistungsumfänge, Skill-Level, Teamzusammensetzung, Nutzungsrechte und kalkulierte Aufwände. Eine transparente und marktgerechte Agenturvergütung schafft Kostensicherheit und eine verlässliche Grundlage für die Zusammenarbeit.
Lesen Sie auch: KI und neue Vergütungsmodelle für Agenturen und unseren Fachartikel Agenturvergütung: Welches Vergütungsmodell passt zur Zusammenarbeit?
Viele Unternehmen arbeiten mit einer Kombination aus Leadagentur und spezialisierten Agenturpartnern. Dieses Modell verlangt klar definierte Rollen, Verantwortlichkeiten und Schnittstellen. Vor der Entscheidung sollten Unternehmen prüfen, welche Leistungen intern bleiben, welche Aufgaben extern vergeben werden und wer die beteiligten Agenturen steuert. Das Agenturmodell sollte außerdem regelmäßig an neue Aufgaben, Technologien, Märkte und interne Kompetenzen angepasst werden.
Lesen Sie auch: KI und neue Vergütungsmodelle für Agenturen und unseren Fachartikel Agenturmodell: Welche Agenturstruktur passt zum Unternehmen?
